Der Grundaufbau des Standardmodells:
Im Standardmodell wird von einem unendlich
heißen und ebenso unendlich dichten Zustand zu
beginn des Universums ausgegangen. Diesen
ausgesprochenen Punkt in der Historie des
Universums nennt man den "Urknall" (englisch:
Big Bang ). Diese Annahme
beruft sich auf drei Beobachtungen.1.) Die
Häufigkeit der Elemente wird durch die Theorie
der primordialen Nukleosynthese (englisch:
Big Bang Nucleosysnthesis )
erklärt. Nach ihrer Vorhersage war das Universum
ca. 10-2
Sekunden noch so heiß das Materie in Quarks und
Gluonen aufgelöst war. Nach ca. 1 Sekunde war
durch Ausdehnung des Universums die Temperatur
auf ein Maß gesunken die es erlaubte durch die
inzwischen gebildeten Protonen und Neutronen
Kerne leichter Elemente zu bilden. Die Theorie
sagt ein Verhältnis von 75% Wasserstoff zu 25%
Helium aus.
Diese Phase dauerte nur rund 3 Minuten. Danach
war die Temperatur unter die kritische Temperatur
gesunken, die für Fusionsvorgänge notwendig
ist. Diese kurze Zeitspanne erklärt zum einen,
warum nicht schon im Anfangsstadium schwere
Elemente entstanden sin, aber auch, warum leichte
und reaktive Elemente wie Deuterium unbeschadet
überstehen konnten.
Damit wäre die relative Häufigkeit der Elemente
schon vor der Entstehung der Sterne festgelegt
gewesen.
2.)
Die kosmische Hintergrundstrahlung (englisch:
CMBR - cosmic microwave background radiation ),
die schon Georg Gamow 1946 postuliert hat (und
1964 von Arno Penzias und Robert Woodrow Wilson
entdeckt wurde). Sie hat eine mittlere Temperatur
von 2,725 K (entsprechend auch 3-Kelvin-Strahlung
genannt) und geht auf Ereignisse zurück rund
397.000 Jahre nach dem eigentlichen Urknall
stattfanden. Damals wurden aus dem für Photonen
undurchsichtigen ionisierten Gas durch sinkende
Temperatur ein transparentes Medium, welches für
Licht nun kein Hindernis darstellte. Diese
Hintergundstrahlung ist also der
"Geburtsschrei" des Universums.
Messungen zur Hintergrundstrahlung wurden durch
diverse Sonden unternommen, unter anderem duch
COBE, BALOON und WMAP.
Sie zeichneten ein recht genaues Bild der
Verteilung der Strahlung auf die die Theorie
Gamows anscheinen bestätigen.
3.)
Das dritte Standbein des Standardmodells ist die
Expansion des Universums, die 1927 von Geoges
Edouard Lemaître (Belgischer Prister und
Physiker) vorhergesagt wurde. Wer hier den Namen
Edwin Hubble erwartet hat, den muß ich leider
enttäuschen. Weder hat er die Vorhersage einer
Expansion getroffen, noch hat er die Entdeckung
der Rotverschiebung der Spektren weit entfernter
Galaxien in zusammenhang mit einer Expansion
gebracht. Edwin Hubble hat allerdings den
Nachweis erbracht, daß sich Galaxien mit
zunehmender Entfernung schneller von uns
fortbewegen. Daraus leitete er einen
Proportionalitätsfaktor ab den wir als
Hubble-Konstante kennen. Diese ist jedoch keine
richtige Konstante, sondern eine sich mit dem
Alter des Universum invers (rückwärtig)
veränderliche Konstante. Daraus läßt sich dann
auch ein Alter von rund 13,7 Milliarden Jahre
für das Universum errechnen.
Aus
diesen Beobachtungen wurde dann folgendes
Universum rekonstruiert.
1.)
Vor ca. 13,7 Milliarden Jahren war nichts da.
Nicht mal Raum und Zeit. Aus irgendwelchen
Gründen auch immer durchbrach dieses Nichts ein
sich sehr schnell Expandierender Energieball. Das
wäre der Urknall in seinen allerersten
Anfängen.
2.) Bis zu dem Zeitpunkt von 10-43
Sekunden waren alle 4 uns heute bekannten Kräfte
vereint. Man nennt es die Planck-Ära.
3.) Je nach Untermodell des Standardmodells kam
es zu einer Inflationsphase die bis 10-33
oder 1030
Sekunden nach dem Urknall dauerte. Manche gehen
von einer Inflationsphase aus die mit dem Ende
der Planck-Ära begann, andere sehen schon den
Urknall selbst als den Beginn an. Während diesem
kurzen Zeitraum expandierte das Universum um den
Faktor 1030
bis 1050.
4.) Bis 10-7 Sekunden nach dem Urknall bilden
sich Quarks, Photonen und Leptonen aus. Das
Verhältnis zwischen Materie und Antimaterie wird
durch die Baryogenese zu Gunsten der Materie
entschieden.
5.) Bis ca. 3 Minuten nach dem Urknall entstehen
die ersten Nukleonen. Wasserstoff (75%) und
Helium (25%), sowie einige weitere leichte
Elemente in verschwindent geringer prozentualer
Gewichtung.
6.) Ab ca. 397.000 Jahre nach dem Urknall wird
das Universum durchsichtig.
7.) Ab ca. 400.000 Jahre nach dem Urknall formt
die Materie bis heute Sterne, Galaxien und
Planeten aus.
Allerdings
hat dieses Modell einen kleinen Haken. Da mit dem
Urknall nicht nur Materie sondern auch
Antimaterie entstanden ist, dürften wir
eigentlich gar nicht existieren. Antimaterie und
Materie zerstrahlen wieder zu reiner Energie. Das
heißt, es könnte keine Materie geben. Um aus
diesem Dilemma zu kommen wurde das Standardmodell
etwas erweitert. Es wurde ein Symmetriebruch
eingerechnet. Es gab nun nicht mehr gleich viel
Materie wie Antimaterie (Symmetrie), sondern auf
über 1 Milliarde Teilchen von Materie gab es 1
Antiteilchen weniger (Symmetriebruch). Damit
konnte nicht mehr alle Materie mit Antimaterie
reagieren und es blieb ein winziger Rest Materie
übrig aus dem alles im Universum besteht.
Und genau hier will ich mal Ockhams Rasiermesser
ansetzen. Das ist eine metapher für das
Sparsamkeitsprinzip in der Wissenschaft, das
besagt, das von mehreren Theorien die den
gleichen Sachverhalt erklären, die einfachste zu
bevorzugen ist.
Man kann es auch einfacher ausdrücken. Wenn eine
Theorie (egal worum es geht) die dabei
entstehenden Fragen auf einfache Weise erklären
kann, also wenige Annahmen machen muß, so ist
sie den anderen Theorien vorzuziehen. Theorien
mit vielen Annahmen werden dann wie mit einem
Rasiermesser einfach wegrasiert. Diese sind dann
außen vor und bedürfen einer Überarbeitung,
oder verschwinden in der Versenkung.
Wenn wir jenes besagte Rasiermesser bei dem heute
anerkannten Standardmodell der Kosmologie
ansetzen bleibt nicht viel übrig. Gerade das
Standardmodell der Kosmologie (das aus einer
Unzahl von Annahmen besteht) ist hier ein guter
Kandidat.
Eine
kurze und bestimmt nicht vollständige Liste der
Annahmen soll die Lage mal verdeutlichen.
1.)
Es gab ein "Nichts".
2.) In dieses "Nichts" hinein gab es
einen "Urknall", bei dem gleichzeitig
Raum, Zeit, Materie und Antimaterie entstanden
ist.
3.) Damit die Materie nicht vollständig mit der
Antimaterie reagieren konnte gab es einen Bruch
in der Symmetrie. Es gab also ein bißchen
weniger Antimaterie als Materie.
4.) Die Materie besteht aus einer Unzahl an
Teilchen. Deshalb sprechen Physiker auch gerne
von einem Teilchenzoo. Darauf werde ich weiter
unten noch genauer eingehen.
5.) Die Lichtgeschwindigkeit ist die höchste
für Materie erreichbare Geschwindigkeit.
6.) Raum und Zeit bilden ein Raum-Zeit-Kontinuum.
7.) Alle Kräfte (Wechselwirkungskräfte wie die
starke und schwache Wechselwirkung und die
elektromagnetische Wechselwirkung sowie die
Gravitation) waren vereint.
Damit haben wir aber erst den reinen Urknall
abgedeckt, aber noch lange nicht alle weiteren
Annahmen offengelegt.
Weitergehende Annahmen betreffen die Bereiche
Physik und Astronomie. Hierbei ist aber zu
bedenken, daß Wissenschaftler versuchen aus
einer Beobachtung einen Schluß zu ziehen, um ihn
dann in eine Theorie einzupassen und daraus
Vorhersagen für weitere Beobachtungen zu machen.
Treffen dann die gemachten Vorhersagen ein, so
hat sich die Theorie bewährt. Wenn die
Vorhersage nicht eintrifft, so ist die Theorie zu
überarbeiten. Aber, selbst wenn die Vorhersagen
eintreffen, so sagt das noch nichts über die
Richtigkeit der Theorie aus. Sie kann immer noch
falsch sein - liefert aber richtige Ergebnisse.
Klingt paradox, ist aber durch ein historisches
Weltenmodell zu veranschaulichen.
Das geozentrische Weltbild hat sich vom
klassischen Altertum in Griechenland bis 1609
halten können. In diesem Weltbild steht die Erde
im Zentrum des Universums. Der Mond und die
Planeten befinden sich auf Sphären
(durchsichtigen Hohlkugeln) in immer größerem
Abstand. Die letzte Sphäre war den Fixsternen
vorbehalten und galt als unveränderlich.
Probleme bereitete nur die Berechnung der
Planetenbahnen. Die inneren Planeten (Merkur und
Venus) entfernten sich nie weit von der Sonne.
Diese war aber ebenfalls auf einer Sphäre
gedacht. Die äußeren Planeten hingegen haben
von Zeit zu Zeit eine retrograde (rückläufige)
Bewegung vor dem Fixsternhimmel vollführt.
Gerade diese rückläufige Bewegung bereitete den
Astronomen Kopfzerbrechen. Die Lösung war, die
Planeten auf Epizykel zu setzen. Ein Epizykel ist
dabei ein Kreis dessen Mittelpunkt auf der
eigentlichen Planetenbahn läuft. Der Planet
hingegen befindet sich auf der Epizykelbahn.
Damit konnte man recht genaue Vorhersagen
treffen. Eine Steigerung der Genauigkeit wurde
durch einbringen von weiteren Epizykeln erreicht.
So liefen die Planeten also auf einem Epizykel
der einen Epizykel umkreist und der wiederum die
eigentliche Planetenbahn. Wenn man für jeden
Planeten der retrograde Bewegungen ausführt
genügend (6 und mehr) Epizykel einrechnet, so
erhält man erstaunlich genaue Planetenbahnen und
die dazugehörigen Positionen am Himmel.
Nachteilig ist die extrem komplizierte Berechnung
der Bahnen und der Positionen. Aber es
funktioniert.
1609 wurde durch Johannes Kepler die Planetenbahn
als Ellipse beschrieben und durch die
Keplerschen-Gesetze auch gleich die
Planetenbewegung erklärt. Danach war die Erde
nur ein Planet wie die anderen auch und besaß
keinen Sonderstatus mehr. Sie umkreist die Sonne,
die nun ins Zentrum gerückt war. Da die Sonne
nun im Mittelpunkt war wurde es heliozentrisches
Weltbild genannt. Das tolle daran war aber die
Mathematik dahinter. Mit viel weniger Aufwand
ließen sich nun die Positionen der Planeten
berechnen.
Heute wissen wir das unsere Erde ein einfacher
Planet ist der die Sonne umkreist. Raumsonden
haben wohl mehr als einmal den Beweis dafür
geliefert. Erstaunlich ist nur, daß beide
Weltbilder - das geozentrische sowie das
heliozentrische - mit ihren Berechnungen die
Positionen der Planeten wiedergeben können. Mal
mit mehr, mal mit weniger Aufwand. Das Ergebnis
ist gleich.
Auf der einen Seite ist also eine Theorie
(geozentrisches Weltbild) die bewiesenermaßen
falsch ist, aber gleich gute Ergebnisse liefert
wie die richtige Theorie (heliozentrisches
Weltbild) über unser Sonnensystem. Dieses nur
zur Erinnerung, daß eine falsche Theorie
durchaus richtige Ergebnisse liefern kann.
An dieser Stelle will ich auf die Physik eingehen
- besser gesagt - auf die Materie.
Auch hier wird mit Annahmen nicht gegeizt.
1a.)
Alle im Universum sichtbare Materie besteht aus
Atomen!
2a.) Atome bestehen aus einer Hülle mit
Elektronen und einem Kern aus Protonen und
Neutronen.
3a.) Die Kernbausteine (Protonen und Neutronen)
bestehen wiederum aus Quarks und Gluonen.
4a.) Von den Quarks wiederum (und auch den
Gegenspielern den Anti-Quarks) gibt es eine ganze
Familie. Diese werden unterteilt nach
elektrischer Ladung, nach einer Farbladung, nach
ihrem Spin und weiteren Eigenschaften. Dabei ist
eine regelrechte Hierachie entstanden durch die
Normalsterbliche kaum durchblicken können.
5a.) Neben der uns bekannten Materie wird noch
eine Anzahl an anderer Materie postuliert. Dazu
gehört die "seltsame Materie" (englisch:
strange matter oder auch Strangelet
), die sich durch hohen Druck aus Nuetronen
bilden könnte. Neutronensterne gelten hiernach
als Kandidaten für einen Ort wo seltsame Materie
stabil existieren könnte. Von seltsamer Materie
soll nach anderen Theorien sogar eine Gefahr
ausgehen, wenn negativ geladen seltsame Materie
normaler Materie zu nahe kommt. Die seltsame
Materie würde die normale Materie absorbieren
und weitere normale Materie anziehen. Zudem soll
entgegen normaler Materie seltsame Materie mit
zunehmender Protonenzahl im Kern stabiler werden.
Ab rund 1000(!!!) Protonen im Kern wäre sie
völlig stabil.
6a.) Zu guter Letzt noch das Higgs-Boson, welches
praktisch als Kandidat dafür angesehen wird das
es Masse überhaupt gibt. Demnach würden die
zuvor masselosen Teilchen durch Wechselwirkung
mit den Higgs-Feld als Nebeneffekt
"Masse" erhalten. Aber dieser Effekt
ist nicht so gravierend, da die hauptsächliche
Ursache für das Vorhandensein von Masse die
starke Wechselwirkung der Quarks in den
Kernbausteinen (Nukleonen) liegt.
Es ist übrigens das einzige Teilchen des
Standardmodelles welches noch nicht gefunden
wurde - trotz zahlreicher Bemühungen.
Eine Auflistung aller zur Zeit
"bekannten" Teilchen würde den Rahmen
sprengen. Nur so viel: Von den Fermionen (den
Materie-Teilchen) gibt es schon 12. Von den
Hadronen (zu denen auch das Proton und das
Neutron gehören) gibt es mehr als 30. Dann kommt
nochmal eine Handvoll Bosonen dazu. Zu den
Bosonen zählt auch das Photon. Jetzt ist auch
klar warum man von einem Teilchenzoo spricht.
Das irre daran ist aber, daß nicht ein Teilchen
davon direkt beobachtet wurde, sondern nur seine
Wirkung auf ein Meßinstrument oder durch seine
Zerfallsprodukte in Teilchenbeschleunigern! Alle
Beobachtungen im atomaren oder subatomaren
Bereich sind indirekte Beobachtungen.
Nun möchte ich meine Zweifel darlegen und diese
mit dem oben Genannten verbinden. Bedenken Sie
bitte - es soll kein Veriß der anerkannten
wissenschaftlichen Meinung sein, sondern soll nur
anregen zum Nachdenken und Hinterfragen. Ich bin
zwar der Meinung daß das Standardmodell des
Universums Fehler enthält, werde mich aber
hüten es als grundlegend falsch zu bezeichnen.
Meine Meinung zum Aufbau des Universums werde ich
im Kapitel "Neue
Gedanken zum Weltbild
" darlegen. Sie
können dann selbst entscheiden welches Weltbild
ihnen mehr zusagt.
Aber nun zu den Details.
Zur
Annahme 1 und 2)
Vor 13,7 Milliarden Jahren gab es einen Urknall
bei dem neben Raum und Zeit auch Materie
entstanden ist.
Die Annahme das es einen Urknall gegeben hat
beruht einzig und allein auf mathematischen
Modellen. Auch die vielzitierte
Hintergrundstrahlung (3-K-Strahlung) ist kein
direkter Beweis, da sie sich auch anders
erklären läßt, was aber gerne unterschlagen
wird. Die mathematischen Modelle zum Urknall
beruhen auf der Annahme, daß die Expansion des
Universums von einem bestimmten Punkt ausgegangen
sein muß und sich seither von dort fortsetzt.
Auch diese Rückrechnung hat einen Haken - die
Hubble-Konstante. Sie ist mehrfach schon
verändert wurden und letztendlich zu einer dem
Alter des Universum angepaßten Konstante
mutiert. Selbst die Rotverschiebung der Spektren
der Galaxien läßt sich auch anders erklären,
so daß die Hubble-Konstante eventuell nicht den
Kern der Wahrheit trifft.
Dann bliebe da noch die Annahme, daß sich mit
dem Urknall Raum, Zeit und Materie gebildet
haben. Ein davor gibt es bei den Kosmologen nicht
und wird auch nicht hinterfragt. Fragt man doch
mal nach, so hört man es war "Nichts"
da.
Ich habe das "Nichts" bewußt in
Anführungszeichen gesetzt, weil es wirklich das
Nichts meint. Sprich - es gab nicht mal ein
Vakuum, denn dieses bräuchte ja einen Raum in
dem es existieren kann.
Doch, wie kann aus "Nichts" etwas
(nämlich Raum, Zeit und Materie) entstehen? Sie
(die Leserin / der Leser) wissen es nicht?
Machen Sie sich nichts daraus - ist nicht weiter
schlimm - die Kosmologen wissen es auch nicht!
Trotzdem wird steif und fest diese Behauptung
verteidigt mit dem Hinweis auf die mathematischen
Modelle. An dieser Stelle möchte ich erwähnen:
"Mathematik ist keine
Naturwissenschaft, sondern eine
Geisteswissenschaft!" Dieser Satz stammt
übrigens nicht von mir, sondern von einem
Mathematiker. Und dann noch ein Nachtrag von
meiner Großmutter: "Von nichts - kommt
nichts! Es ist also schon schwer nachzuvollziehen
daß aus "Nichts" etwas entstehen kann.
Ich folge diesem Szenario nicht, aber dazu im
nächsten Kapitel ("Neue
Gedanken zum Weltbild
") mehr.
Zu Annahme 3)
Durch das Entstehen von Materie und Antimaterie
gab es plötzlich ein Problem. Es könnte keine
Materie entstehen, weil sich die beiden
Materiearten wieder vernichten (sich
annihillieren). Damit wäre aber auch die
Entstehung von Leben unmöglich geworden und wir
könnten uns heute nicht den Kopf über den
Urknall zerbrechen.
Doch wie kommt man aus dem Dilemma heraus? Ein
Symmetriebruch war die Lösung - natürlich rein
mathematisch. So sollte es auf über 1 Milliarde
Teilchen Materie ein einzelnes Teilchen
Antimaterie weniger gegeben haben. Aus dieser
Asymmetrie von > 1:1.000.000.000 ist dann der
Rest übrig geblieben den wir Materie nennen,
weil diese Teilchen keinen Partner für die
Annihillation (Vernichtung) hatten. Diese
verschwindend kleine Asymmetrie hat ausgereicht
das Universum mit Materie anzufüllen und
intelligentes Leben hervorzubringen. Der Rest ist
in Energie übergegangen bei der gegenseitigen
Vernichtung.
Das hieße aber auch im Umkehrschluß, daß diese
Energie noch vorhanden sein muß! Noch dem Gesetz
der Energierhaltung darf kein abgeschlossenes
System (in diesem Fall das Universum) Energie
"verbrauchen". Die Gesamtenergie im
abgeschlossenen System muß immer gleich sein und
darf sich nicht verändern! Wenn die
physikalischen Gesetze universell gelten sollen -
und davon gehen die meisten Physiker aus - wo ist
dann die Energie? Wir müßten eine 1
milliardenfache Energie (bezogen auf die
Gesamtenergie des uns bekannten materiellen
Universums) doch messen können? Die
3-K-Hintergrundstrahlung kann es nicht sein. Auch
der Hinweis der Astronomen daß wir nur einen
kleinen Teil des Universums überblicken nicht -
denn dann müßten wir trotzdem zumindest in
"unserem Eck" des Alls eine hohe
Energie messen können. Wir messen aber keine
Energie die praktisch überschüssig ist.
Zu Annahme 4)
Unsere uns bekannte Materie besteht aus Atomen,
die wiederum aus Quarks. Daneben gibt es noch
eine ganze Reihe weiterer Teilchen auf die ich
aber hier nicht eingehen möchte, da ich hier nur
etwas aufzeigen möchte - nicht wiedergeben.
Das die Wissenschaftler (angefangen bei dem guten
Ernest Rutherford der den Atomaufbau entdeckte)
diesen Teilchenzoo messen und beschreiben können
ist ein Fakt! Natürlich können wir Elektronen
in eine bestimmte von uns gewollte Bahn bringen.
In Bildschirmen geschieht das millionenfach jeden
Tag. Natürlich können wir mit komplizierten
Geräten wie den Teilchenbeschleunigern neue
Teilchen erzeugen, oder auch schon bekannte
beschießen, um zu sehen was dann passiert.
Natürlich läßt sich auch auf chemischen Weg
einiges an den Atomen ändern. Wir nutzen Materie
- wir sind selbst aus Materie - Materie ist
allgegenwärtig - und damit auch die Atome und
die anderen Teilchen des Teilchenzoos.
Doch hier ist eines zu bedenken - kein
Wissenschaftler hat jemals ein Elektron, ein
Proton oder ein Neutron direkt
Beobachtet. Keiner weiß also wie ein Elektron,
ein Proton, ein Meson oder ein anderes Teilchen
aussieht - wenn es denn ein aussehen hat. Im
Klartext heißt das aber: wir können etwas
messen, erhalten ein Ergebnis, bilden dann eine
Theorie darüber und prüfen sie anhand weiterer
Messungen. Das Objekt um das es dabei geht ist
nach wie vor nicht sichtbar. Zwar können wir
einzelne Atome sichtbar machen, aber dieses nur
auf indirektem Wege. In einem
Rastertunnelmikroskop können die Atomhüllen
(beziehungsweise, das was ein Computer aus den
gewonnenen Daten daraus macht) gezeigt werden.
Allerdings ist auch dieses Verfahren nur
indirekt. Es nutzt den Tunneleffekt aus. Eine
feine Nadel tastet dabei in einem definierten
Abstand eine Oberfläche ab. Zwischen Nadel und
Probe wird eine feine Spannung angelegt die
gerade gering genug ist, um keinen Stromschluß
zu gewährleisten. Nun können unter bestimmten
Bedingungen Elektronen dennoch zwischen Probe und
Nadel "tunneln" und dieses kann
registriert werden. Ein Computer berechnet aus
den Daten ein Bild, welches wir dann sehen
können. Die Atomhülle selbst können wir nicht
sehen, sondern nur ein künstlich hergestelltes
"Abbild", das aber die wahre Natur
nicht wiederspiegelt.
Auch die in die Teilchen gedachte Natur,
beziehungsweise ihre Wirkungsweisen, beruhen nur
auf mathematischen Annahmen und Berechnungen. Ob
sie jedoch den wahren Sachverhalt wiederspiegeln
ist ungewiß. Wir haben oben schon gesehen daß
das geozentrische Weltbild gleichwertige
Ergebnisse liefert wie das heliozentrische.
Trotzdem hat sich das geozentrische Weltbild
später als falsch herausgestellt.
Stimmen also unsere Annahmen bezüglich der
atomaren und subatomaren Welt?
Zu Annahme 5)
Die Lichtgeschwindigkeit ist die höchste für
Materie erreichbare Geschwindigkeit.
Da bisher noch nie eine überlichtschnelle
Materie beobachtet wurde - und wir auch Materie
noch nicht auf höhere Geschwindigkeiten
beschleunigen konnten - kann man dieser Annahme
wohl auch folgen. Allerdings gilt dieser Satz mit
einer Einschränkung. Er gilt nur in dem von uns
beobachtbaren Teil des Universums. Wie Materie
sich in anderen für uns nicht einsehbaren Teilen
des Universums sich verhält ist nicht gewiß.
Auch etliche Physiker gehen von dieser starren
Aussage ab und beschreiben in ihren Theorien die
möglichkeit einer schnelleren Bewegung. Nur ein
direkter Beweis fehlt noch und ist auch in
absehbarer Zeit nicht zu erwarten.
Dann wäre da noch die Konstanz der
Lichtgeschwindigkeit. Auch sie ist bis heute
nicht bewiesen, sondern wurde mit der
Einsteinschen Relativitätstheorie postuliert.
Der Wert wurde dann später "per
Dekret" festgelegt, weil man sich somit
verschiedene Lichtgeschwindigkeiten in Arbeiten
ersparte und alle einen
Wert benutzen konnten. Die Richtigkeit dieser
"Konstante" wird aber immer mehr
angezweifelt. Nicht nur ich, sondern auch andere
Wissenschaftler wie Swen Weber, sehen die
Lichtgeschwindigkeit als nichtkonstant an.
Vielmehr scheint sie in gewissen Bereichen zu
schwanken worauf auch Messungen hindeuten. Es
scheint so, als wäre die Lichtgeschwindigkeit
eine Art Grenzgeschwindigkeit mit einer gewissen
Übergangsbreite. Ich selbst halte Schwankungen
von ± 20 bis 30 km/s für denkbar. (Siehe dazu
auch: "Die
Lichtgeschwindigkeit ") Das
würde aber für viele Theorien das Ende bedeuten
- besonders für die Relativitätstheorie von
Einstein, da sie zwingend eine konstante
Lichtgeschwindigkeit benötigt.
Zu Annahme 6)
Raum und Zeit bilden ein Raum-Zeit-Kontinuum -
sind also fest miteinander verwoben und
untrennbar. Es ist schon schwierig zu verstehen
wie Raum einfach so entstehen kann - noch
schwieriger wie Zeit entstehen kann, aber wie
beide Dinge ein Gesamtgebilde darstellen können
ist schon sehr abstrakt. Aber gut, die bisherigen
Vorhersagen durch die Forscher kamen ja recht gut
hin. Es muß also etwas dran sein am
Raum-Zeit-Kontinuum - oder?
Ein kurzer Blick auf das geozentrische Weltbild
sagt uns daß dem nicht sein muß. Doch können
Raum und Zeit wirklich zusammengehören? Raum ist
mit 3 Dimensionen definiert. Zeit hat keine
Dimension. Sie "ist" einfach. Aber 3 +
0 macht keine 4, auch wenn wir uns noch so
anstrengen. Wir können also nicht in einer
"4-dimensionalen Raum-Zeit" leben. Raum
ist auch nicht dehnbar wie ein Luftballon. Es
kann sich im Raum etwas ausdehenen, jedoch nicht
der Raum selbst. Der Raum hat keine ihm
innewohnende Größe wie ein Maßstab, sondern
wir geben ihm einen Maßstab durch unsere
Messung. Bei der Zeit sieht es ähnlich aus. Auch
sie "ist" einfach. Die Stunden, Minuten
und Sekunden geben wir der Zeit durch unsere
Definition.
Zu Annahme 7)
Bis kurz nach dem Urknall waren die vier
Wechselwirkungskräfte vereint. Das heißt, die
starke und die schwache Wechselwirkung, die
elektromagnetische Wechselwirkung und die
Gravitation waren eine Urkraft. Viele Theorien
versuchen diese vier Kräfte durch eine Formel zu
beschreiben. Bisher hat sich die Gravitation
beharrlich geweigert in die Theorien zu passen.
Sie ist auch die einzige Kraft die nur anziehend
wirkt und anscheinend keinen Gegenspieler hat.
Eine Antigravitation wurde bisher nicht
beobachtet.
Die Grundidee dahinter ist ein radikaler
Reduktionismus. Darin wird ein Gesamtsystem (in
diesem Falle das Universum) in Bereiche zerlegt
und dann sollten sich die höheren Bereiche sich
jeweils durch die unteren erklären lassen. Das
hieße, das sich das Leben als solchem durch die
Biologie und Chemie erklären lassen, die
Biologie und Chemie wiederum durch die Physik und
so weiter. Wenn man das konsequent durchdenkt
dann bleibt am Ende nur ein einzelnes Teilchen
(oder was auch immer) übrig, das für alle
Systeme ausschlaggebend wäre. Dabei vergessen
die meisten Menschen eines: Das Ganze ist mehr
als die Summe seiner Teile. Das sagte schon
Aristoteles. Und recht hat er. Zwar sehe ich
ebenfalls ein "Urteilchen" - das
Informationsquant - für das Weltkonstruierende
an, aber es ist in einer anderen Form gedacht wie
die Physiker es meinen. Auch hat mein
Informationsquant nichts mit Quanteninformation
zu tun, so wie es von o.Univ.-Prof. Dr. DDr.h.c.
Anton Zeilinger beschrieben wird. Aber auf einige
Arbeiten von Zeilinger werde ich im nächsten
Kapitel noch zu sprechen kommen.
Aber zurück zu unseren Grundkräften und ihre
Vereinigung.
Betrachten wir das Pferd vielleicht von der
falschen Seite? Gibt es noch eine andere
Möglichkeit unser Universum, die Materie und
auch die Wechselwirkungskräfte zu sehen?
Die gibt es! Aber dafür muß man schon ein wenig
über den Tellerrand der anerkannten Physik
schauen und sich neuen Wegen öffnen. Das soll
aber nicht bedeuten in irgentwelchen obskuren
Gedankenmodellen zu versinken, oder sich total in
Esoterik zu vertiefen. Auch komme ich nicht mit
einem Gott (gleich welcher Richtung) oder anderer
transzentaler Wesenheiten.
Ich werde Ihnen mit knallharter Physik zu Leibe
rücken und dabei einige Beispiele geben, wie
selbst esoterische Phänomene (ich selbst sehe
sie nicht als esoterisch an) erklärt werden
können.
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