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Hier will ich nun das Standardmodell des Universums der anerkannten Wissenschaft ein wenig unter die Lupe nehmen.
Dabei werde die Ihnen einige Punkte aufzeigen können die mehr als nur dubios erscheinen, wenn man sie genau hinterfragt.
An dem Standardmodell der anerkannten Wissenschaft wurde schon viel kritisiert, aber mit mehr oder weniger großem Erfolg. Häufig lag das an der Tatsache das die Kritisierenden kein, oder nur unzureichendes, Wissen über die gesamte Breite des Standardmodell des Universums hatten, oder noch haben.
Die Bandbreite des Standardmodelles erstreckt sich im Prinzip vom grundlegenden Aufbau der Materie, seiner Entstehung und die Wechselwirkung mit sich selbst, den Strukturen die aus Materie entstehen und die Wechselwirkung zwischen den entstandenen Strukturen, dem Aufbau von Großstrukturen bis hin zum Raum selbst.
Dazwischen liegen noch die angegliederten Bereiche der Biologie (wie entsteht Leben etc.), der Astrophysik (die Erkenntnisse über den Aufbau des Universums gewinnen will), der Quantenphysik (die die Materie genauestens untersucht, um ein Modell des Ganzen zu entwickeln), um nur mal einige zu nennen.
Dann könnte man noch die Philosophie hinzunehmen (die sich auf anderem Wege der Frage nach dem Aufbau des Universums stellt) und letztendlich noch die Religionen dieser Erde (die alle mehr oder weniger jede für sich den Anspruch erhebt die "Richtige" zu sein).
Ich werde mich aber auf das Standardmodell nach Vorstellung der Astrophysiker, Quantenphysiker und Kosmologen beschränken, sonst wird es vielleicht zu unübersichtlich.
Aber gehen wir es einfach mal an.

Der Grundaufbau des Standardmodells:

Im Standardmodell wird von einem unendlich heißen und ebenso unendlich dichten Zustand zu beginn des Universums ausgegangen. Diesen ausgesprochenen Punkt in der Historie des Universums nennt man den "Urknall" (
englisch: Big Bang ). Diese Annahme beruft sich auf drei Beobachtungen.

1.) Die Häufigkeit der Elemente wird durch die Theorie der primordialen Nukleosynthese (englisch: Big Bang Nucleosysnthesis ) erklärt. Nach ihrer Vorhersage war das Universum ca. 10-2 Sekunden noch so heiß das Materie in Quarks und Gluonen aufgelöst war. Nach ca. 1 Sekunde war durch Ausdehnung des Universums die Temperatur auf ein Maß gesunken die es erlaubte durch die inzwischen gebildeten Protonen und Neutronen Kerne leichter Elemente zu bilden. Die Theorie sagt ein Verhältnis von 75% Wasserstoff zu 25% Helium aus.
Diese Phase dauerte nur rund 3 Minuten. Danach war die Temperatur unter die kritische Temperatur gesunken, die für Fusionsvorgänge notwendig ist. Diese kurze Zeitspanne erklärt zum einen, warum nicht schon im Anfangsstadium schwere Elemente entstanden sin, aber auch, warum leichte und reaktive Elemente wie Deuterium unbeschadet überstehen konnten.
Damit wäre die relative Häufigkeit der Elemente schon vor der Entstehung der Sterne festgelegt gewesen.

2.) Die kosmische Hintergrundstrahlung (englisch: CMBR - cosmic microwave background radiation ), die schon Georg Gamow 1946 postuliert hat (und 1964 von Arno Penzias und Robert Woodrow Wilson entdeckt wurde). Sie hat eine mittlere Temperatur von 2,725 K (entsprechend auch 3-Kelvin-Strahlung genannt) und geht auf Ereignisse zurück rund 397.000 Jahre nach dem eigentlichen Urknall stattfanden. Damals wurden aus dem für Photonen undurchsichtigen ionisierten Gas durch sinkende Temperatur ein transparentes Medium, welches für Licht nun kein Hindernis darstellte. Diese Hintergundstrahlung ist also der "Geburtsschrei" des Universums. Messungen zur Hintergrundstrahlung wurden durch diverse Sonden unternommen, unter anderem duch COBE, BALOON und WMAP.
Sie zeichneten ein recht genaues Bild der Verteilung der Strahlung auf die die Theorie Gamows anscheinen bestätigen.

3.) Das dritte Standbein des Standardmodells ist die Expansion des Universums, die 1927 von Geoges Edouard Lemaître (Belgischer Prister und Physiker) vorhergesagt wurde. Wer hier den Namen Edwin Hubble erwartet hat, den muß ich leider enttäuschen. Weder hat er die Vorhersage einer Expansion getroffen, noch hat er die Entdeckung der Rotverschiebung der Spektren weit entfernter Galaxien in zusammenhang mit einer Expansion gebracht. Edwin Hubble hat allerdings den Nachweis erbracht, daß sich Galaxien mit zunehmender Entfernung schneller von uns fortbewegen. Daraus leitete er einen Proportionalitätsfaktor ab den wir als Hubble-Konstante kennen. Diese ist jedoch keine richtige Konstante, sondern eine sich mit dem Alter des Universum invers (rückwärtig) veränderliche Konstante. Daraus läßt sich dann auch ein Alter von rund 13,7 Milliarden Jahre für das Universum errechnen.

Aus diesen Beobachtungen wurde dann folgendes Universum rekonstruiert.

1.) Vor ca. 13,7 Milliarden Jahren war nichts da. Nicht mal Raum und Zeit. Aus irgendwelchen Gründen auch immer durchbrach dieses Nichts ein sich sehr schnell Expandierender Energieball. Das wäre der Urknall in seinen allerersten Anfängen.
2.) Bis zu dem Zeitpunkt von 10
-43 Sekunden waren alle 4 uns heute bekannten Kräfte vereint. Man nennt es die Planck-Ära.
3.) Je nach Untermodell des Standardmodells kam es zu einer Inflationsphase die bis 10
-33 oder 1030 Sekunden nach dem Urknall dauerte. Manche gehen von einer Inflationsphase aus die mit dem Ende der Planck-Ära begann, andere sehen schon den Urknall selbst als den Beginn an. Während diesem kurzen Zeitraum expandierte das Universum um den Faktor 1030 bis 1050.
4.) Bis 10-7 Sekunden nach dem Urknall bilden sich Quarks, Photonen und Leptonen aus. Das Verhältnis zwischen Materie und Antimaterie wird durch die Baryogenese zu Gunsten der Materie entschieden.
5.) Bis ca. 3 Minuten nach dem Urknall entstehen die ersten Nukleonen. Wasserstoff (75%) und Helium (25%), sowie einige weitere leichte Elemente in verschwindent geringer prozentualer Gewichtung.
6.) Ab ca. 397.000 Jahre nach dem Urknall wird das Universum durchsichtig.
7.) Ab ca. 400.000 Jahre nach dem Urknall formt die Materie bis heute Sterne, Galaxien und Planeten aus.

Allerdings hat dieses Modell einen kleinen Haken. Da mit dem Urknall nicht nur Materie sondern auch Antimaterie entstanden ist, dürften wir eigentlich gar nicht existieren. Antimaterie und Materie zerstrahlen wieder zu reiner Energie. Das heißt, es könnte keine Materie geben. Um aus diesem Dilemma zu kommen wurde das Standardmodell etwas erweitert. Es wurde ein Symmetriebruch eingerechnet. Es gab nun nicht mehr gleich viel Materie wie Antimaterie (Symmetrie), sondern auf über 1 Milliarde Teilchen von Materie gab es 1 Antiteilchen weniger (Symmetriebruch). Damit konnte nicht mehr alle Materie mit Antimaterie reagieren und es blieb ein winziger Rest Materie übrig aus dem alles im Universum besteht.

Und genau hier will ich mal Ockhams Rasiermesser ansetzen. Das ist eine metapher für das Sparsamkeitsprinzip in der Wissenschaft, das besagt, das von mehreren Theorien die den gleichen Sachverhalt erklären, die einfachste zu bevorzugen ist.
Man kann es auch einfacher ausdrücken. Wenn eine Theorie (egal worum es geht) die dabei entstehenden Fragen auf einfache Weise erklären kann, also wenige Annahmen machen muß, so ist sie den anderen Theorien vorzuziehen. Theorien mit vielen Annahmen werden dann wie mit einem Rasiermesser einfach wegrasiert. Diese sind dann außen vor und bedürfen einer Überarbeitung, oder verschwinden in der Versenkung.
Wenn wir jenes besagte Rasiermesser bei dem heute anerkannten Standardmodell der Kosmologie ansetzen bleibt nicht viel übrig. Gerade das Standardmodell der Kosmologie (das aus einer Unzahl von Annahmen besteht) ist hier ein guter Kandidat.

Eine kurze und bestimmt nicht vollständige Liste der Annahmen soll die Lage mal verdeutlichen.

1.) Es gab ein "Nichts".
2.) In dieses "Nichts" hinein gab es einen "Urknall", bei dem gleichzeitig Raum, Zeit, Materie und Antimaterie entstanden ist.
3.) Damit die Materie nicht vollständig mit der Antimaterie reagieren konnte gab es einen Bruch in der Symmetrie. Es gab also ein bißchen weniger Antimaterie als Materie.
4.) Die Materie besteht aus einer Unzahl an Teilchen. Deshalb sprechen Physiker auch gerne von einem Teilchenzoo. Darauf werde ich weiter unten noch genauer eingehen.
5.) Die Lichtgeschwindigkeit ist die höchste für Materie erreichbare Geschwindigkeit.
6.) Raum und Zeit bilden ein Raum-Zeit-Kontinuum.
7.) Alle Kräfte (Wechselwirkungskräfte wie die starke und schwache Wechselwirkung und die elektromagnetische Wechselwirkung sowie die Gravitation) waren vereint.

Damit haben wir aber erst den reinen Urknall abgedeckt, aber noch lange nicht alle weiteren Annahmen offengelegt.

Weitergehende Annahmen betreffen die Bereiche Physik und Astronomie. Hierbei ist aber zu bedenken, daß Wissenschaftler versuchen aus einer Beobachtung einen Schluß zu ziehen, um ihn dann in eine Theorie einzupassen und daraus Vorhersagen für weitere Beobachtungen zu machen. Treffen dann die gemachten Vorhersagen ein, so hat sich die Theorie bewährt. Wenn die Vorhersage nicht eintrifft, so ist die Theorie zu überarbeiten. Aber, selbst wenn die Vorhersagen eintreffen, so sagt das noch nichts über die Richtigkeit der Theorie aus. Sie kann immer noch falsch sein - liefert aber richtige Ergebnisse. Klingt paradox, ist aber durch ein historisches Weltenmodell zu veranschaulichen.
Das geozentrische Weltbild hat sich vom klassischen Altertum in Griechenland bis 1609 halten können. In diesem Weltbild steht die Erde im Zentrum des Universums. Der Mond und die Planeten befinden sich auf Sphären (durchsichtigen Hohlkugeln) in immer größerem Abstand. Die letzte Sphäre war den Fixsternen vorbehalten und galt als unveränderlich. Probleme bereitete nur die Berechnung der Planetenbahnen. Die inneren Planeten (Merkur und Venus) entfernten sich nie weit von der Sonne. Diese war aber ebenfalls auf einer Sphäre gedacht. Die äußeren Planeten hingegen haben von Zeit zu Zeit eine retrograde (rückläufige) Bewegung vor dem Fixsternhimmel vollführt. Gerade diese rückläufige Bewegung bereitete den Astronomen Kopfzerbrechen. Die Lösung war, die Planeten auf Epizykel zu setzen. Ein Epizykel ist dabei ein Kreis dessen Mittelpunkt auf der eigentlichen Planetenbahn läuft. Der Planet hingegen befindet sich auf der Epizykelbahn.
Damit konnte man recht genaue Vorhersagen treffen. Eine Steigerung der Genauigkeit wurde durch einbringen von weiteren Epizykeln erreicht. So liefen die Planeten also auf einem Epizykel der einen Epizykel umkreist und der wiederum die eigentliche Planetenbahn. Wenn man für jeden Planeten der retrograde Bewegungen ausführt genügend (6 und mehr) Epizykel einrechnet, so erhält man erstaunlich genaue Planetenbahnen und die dazugehörigen Positionen am Himmel. Nachteilig ist die extrem komplizierte Berechnung der Bahnen und der Positionen. Aber es funktioniert.

1609 wurde durch Johannes Kepler die Planetenbahn als Ellipse beschrieben und durch die Keplerschen-Gesetze auch gleich die Planetenbewegung erklärt. Danach war die Erde nur ein Planet wie die anderen auch und besaß keinen Sonderstatus mehr. Sie umkreist die Sonne, die nun ins Zentrum gerückt war. Da die Sonne nun im Mittelpunkt war wurde es heliozentrisches Weltbild genannt. Das tolle daran war aber die Mathematik dahinter. Mit viel weniger Aufwand ließen sich nun die Positionen der Planeten berechnen.
Heute wissen wir das unsere Erde ein einfacher Planet ist der die Sonne umkreist. Raumsonden haben wohl mehr als einmal den Beweis dafür geliefert. Erstaunlich ist nur, daß beide Weltbilder - das geozentrische sowie das heliozentrische - mit ihren Berechnungen die Positionen der Planeten wiedergeben können. Mal mit mehr, mal mit weniger Aufwand. Das Ergebnis ist gleich.
Auf der einen Seite ist also eine Theorie (geozentrisches Weltbild) die bewiesenermaßen falsch ist, aber gleich gute Ergebnisse liefert wie die richtige Theorie (heliozentrisches Weltbild) über unser Sonnensystem. Dieses nur zur Erinnerung, daß eine falsche Theorie durchaus richtige Ergebnisse liefern kann.
An dieser Stelle will ich auf die Physik eingehen - besser gesagt - auf die Materie.
Auch hier wird mit Annahmen nicht gegeizt.

1a.) Alle im Universum sichtbare Materie besteht aus Atomen!
2a.) Atome bestehen aus einer Hülle mit Elektronen und einem Kern aus Protonen und Neutronen.
3a.) Die Kernbausteine (Protonen und Neutronen) bestehen wiederum aus Quarks und Gluonen.
4a.) Von den Quarks wiederum (und auch den Gegenspielern den Anti-Quarks) gibt es eine ganze Familie. Diese werden unterteilt nach elektrischer Ladung, nach einer Farbladung, nach ihrem Spin und weiteren Eigenschaften. Dabei ist eine regelrechte Hierachie entstanden durch die Normalsterbliche kaum durchblicken können.
5a.) Neben der uns bekannten Materie wird noch eine Anzahl an anderer Materie postuliert. Dazu gehört die "seltsame Materie" (
englisch: strange matter oder auch Strangelet ), die sich durch hohen Druck aus Nuetronen bilden könnte. Neutronensterne gelten hiernach als Kandidaten für einen Ort wo seltsame Materie stabil existieren könnte. Von seltsamer Materie soll nach anderen Theorien sogar eine Gefahr ausgehen, wenn negativ geladen seltsame Materie normaler Materie zu nahe kommt. Die seltsame Materie würde die normale Materie absorbieren und weitere normale Materie anziehen. Zudem soll entgegen normaler Materie seltsame Materie mit zunehmender Protonenzahl im Kern stabiler werden. Ab rund 1000(!!!) Protonen im Kern wäre sie völlig stabil.
6a.) Zu guter Letzt noch das Higgs-Boson, welches praktisch als Kandidat dafür angesehen wird das es Masse überhaupt gibt. Demnach würden die zuvor masselosen Teilchen durch Wechselwirkung mit den Higgs-Feld als Nebeneffekt "Masse" erhalten. Aber dieser Effekt ist nicht so gravierend, da die hauptsächliche Ursache für das Vorhandensein von Masse die starke Wechselwirkung der Quarks in den Kernbausteinen (Nukleonen) liegt.
Es ist übrigens das einzige Teilchen des Standardmodelles welches noch nicht gefunden wurde - trotz zahlreicher Bemühungen.
Eine Auflistung aller zur Zeit "bekannten" Teilchen würde den Rahmen sprengen. Nur so viel: Von den Fermionen (den Materie-Teilchen) gibt es schon 12. Von den Hadronen (zu denen auch das Proton und das Neutron gehören) gibt es mehr als 30. Dann kommt nochmal eine Handvoll Bosonen dazu. Zu den Bosonen zählt auch das Photon. Jetzt ist auch klar warum man von einem Teilchenzoo spricht.
Das irre daran ist aber, daß nicht ein Teilchen davon direkt beobachtet wurde, sondern nur seine Wirkung auf ein Meßinstrument oder durch seine Zerfallsprodukte in Teilchenbeschleunigern! Alle Beobachtungen im atomaren oder subatomaren Bereich sind indirekte Beobachtungen.

Nun möchte ich meine Zweifel darlegen und diese mit dem oben Genannten verbinden. Bedenken Sie bitte - es soll kein Veriß der anerkannten wissenschaftlichen Meinung sein, sondern soll nur anregen zum Nachdenken und Hinterfragen. Ich bin zwar der Meinung daß das Standardmodell des Universums Fehler enthält, werde mich aber hüten es als grundlegend falsch zu bezeichnen. Meine Meinung zum Aufbau des Universums werde ich im Kapitel "
Neue Gedanken zum Weltbild " darlegen. Sie können dann selbst entscheiden welches Weltbild ihnen mehr zusagt.
Aber nun zu den Details.

Zur Annahme 1 und 2)
Vor 13,7 Milliarden Jahren gab es einen Urknall bei dem neben Raum und Zeit auch Materie entstanden ist.
Die Annahme das es einen Urknall gegeben hat beruht einzig und allein auf mathematischen Modellen. Auch die vielzitierte Hintergrundstrahlung (3-K-Strahlung) ist
kein direkter Beweis, da sie sich auch anders erklären läßt, was aber gerne unterschlagen wird. Die mathematischen Modelle zum Urknall beruhen auf der Annahme, daß die Expansion des Universums von einem bestimmten Punkt ausgegangen sein muß und sich seither von dort fortsetzt. Auch diese Rückrechnung hat einen Haken - die Hubble-Konstante. Sie ist mehrfach schon verändert wurden und letztendlich zu einer dem Alter des Universum angepaßten Konstante mutiert. Selbst die Rotverschiebung der Spektren der Galaxien läßt sich auch anders erklären, so daß die Hubble-Konstante eventuell nicht den Kern der Wahrheit trifft.
Dann bliebe da noch die Annahme, daß sich mit dem Urknall Raum, Zeit und Materie gebildet haben. Ein davor gibt es bei den Kosmologen nicht und wird auch nicht hinterfragt. Fragt man doch mal nach, so hört man es war "Nichts" da.
Ich habe das "Nichts" bewußt in Anführungszeichen gesetzt, weil es wirklich das Nichts meint. Sprich - es gab nicht mal ein Vakuum, denn dieses bräuchte ja einen Raum in dem es existieren kann.
Doch, wie kann aus "Nichts" etwas (nämlich Raum, Zeit und Materie) entstehen? Sie (die Leserin / der Leser) wissen es nicht?
Machen Sie sich nichts daraus - ist nicht weiter schlimm - die Kosmologen wissen es auch nicht! Trotzdem wird steif und fest diese Behauptung verteidigt mit dem Hinweis auf die mathematischen Modelle. An dieser Stelle möchte ich erwähnen: "Mathematik ist
keine Naturwissenschaft, sondern eine Geisteswissenschaft!" Dieser Satz stammt übrigens nicht von mir, sondern von einem Mathematiker. Und dann noch ein Nachtrag von meiner Großmutter: "Von nichts - kommt nichts! Es ist also schon schwer nachzuvollziehen daß aus "Nichts" etwas entstehen kann. Ich folge diesem Szenario nicht, aber dazu im nächsten Kapitel ("
Neue Gedanken zum Weltbild ") mehr.

Zu Annahme 3)
Durch das Entstehen von Materie und Antimaterie gab es plötzlich ein Problem. Es könnte keine Materie entstehen, weil sich die beiden Materiearten wieder vernichten (sich annihillieren). Damit wäre aber auch die Entstehung von Leben unmöglich geworden und wir könnten uns heute nicht den Kopf über den Urknall zerbrechen.
Doch wie kommt man aus dem Dilemma heraus? Ein Symmetriebruch war die Lösung - natürlich rein mathematisch. So sollte es auf über 1 Milliarde Teilchen Materie ein einzelnes Teilchen Antimaterie weniger gegeben haben. Aus dieser Asymmetrie von > 1:1.000.000.000 ist dann der Rest übrig geblieben den wir Materie nennen, weil diese Teilchen keinen Partner für die Annihillation (Vernichtung) hatten. Diese verschwindend kleine Asymmetrie hat ausgereicht das Universum mit Materie anzufüllen und intelligentes Leben hervorzubringen. Der Rest ist in Energie übergegangen bei der gegenseitigen Vernichtung.
Das hieße aber auch im Umkehrschluß, daß diese Energie noch vorhanden sein muß! Noch dem Gesetz der Energierhaltung darf kein abgeschlossenes System (in diesem Fall das Universum) Energie "verbrauchen". Die Gesamtenergie im abgeschlossenen System muß immer gleich sein und darf sich nicht verändern! Wenn die physikalischen Gesetze universell gelten sollen - und davon gehen die meisten Physiker aus - wo ist dann die Energie? Wir müßten eine 1 milliardenfache Energie (bezogen auf die Gesamtenergie des uns bekannten materiellen Universums) doch messen können? Die 3-K-Hintergrundstrahlung kann es nicht sein. Auch der Hinweis der Astronomen daß wir nur einen kleinen Teil des Universums überblicken nicht - denn dann müßten wir trotzdem zumindest in "unserem Eck" des Alls eine hohe Energie messen können. Wir messen aber keine Energie die praktisch überschüssig ist.

Zu Annahme 4)
Unsere uns bekannte Materie besteht aus Atomen, die wiederum aus Quarks. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Teilchen auf die ich aber hier nicht eingehen möchte, da ich hier nur etwas aufzeigen möchte - nicht wiedergeben.
Das die Wissenschaftler (angefangen bei dem guten Ernest Rutherford der den Atomaufbau entdeckte) diesen Teilchenzoo messen und beschreiben können ist ein Fakt! Natürlich können wir Elektronen in eine bestimmte von uns gewollte Bahn bringen. In Bildschirmen geschieht das millionenfach jeden Tag. Natürlich können wir mit komplizierten Geräten wie den Teilchenbeschleunigern neue Teilchen erzeugen, oder auch schon bekannte beschießen, um zu sehen was dann passiert. Natürlich läßt sich auch auf chemischen Weg einiges an den Atomen ändern. Wir nutzen Materie - wir sind selbst aus Materie - Materie ist allgegenwärtig - und damit auch die Atome und die anderen Teilchen des Teilchenzoos.
Doch hier ist eines zu bedenken - kein Wissenschaftler hat jemals ein Elektron, ein Proton oder ein Neutron
direkt Beobachtet. Keiner weiß also wie ein Elektron, ein Proton, ein Meson oder ein anderes Teilchen aussieht - wenn es denn ein aussehen hat. Im Klartext heißt das aber: wir können etwas messen, erhalten ein Ergebnis, bilden dann eine Theorie darüber und prüfen sie anhand weiterer Messungen. Das Objekt um das es dabei geht ist nach wie vor nicht sichtbar. Zwar können wir einzelne Atome sichtbar machen, aber dieses nur auf indirektem Wege. In einem Rastertunnelmikroskop können die Atomhüllen (beziehungsweise, das was ein Computer aus den gewonnenen Daten daraus macht) gezeigt werden. Allerdings ist auch dieses Verfahren nur indirekt. Es nutzt den Tunneleffekt aus. Eine feine Nadel tastet dabei in einem definierten Abstand eine Oberfläche ab. Zwischen Nadel und Probe wird eine feine Spannung angelegt die gerade gering genug ist, um keinen Stromschluß zu gewährleisten. Nun können unter bestimmten Bedingungen Elektronen dennoch zwischen Probe und Nadel "tunneln" und dieses kann registriert werden. Ein Computer berechnet aus den Daten ein Bild, welches wir dann sehen können. Die Atomhülle selbst können wir nicht sehen, sondern nur ein künstlich hergestelltes "Abbild", das aber die wahre Natur nicht wiederspiegelt.
Auch die in die Teilchen gedachte Natur, beziehungsweise ihre Wirkungsweisen, beruhen nur auf mathematischen Annahmen und Berechnungen. Ob sie jedoch den wahren Sachverhalt wiederspiegeln ist ungewiß. Wir haben oben schon gesehen daß das geozentrische Weltbild gleichwertige Ergebnisse liefert wie das heliozentrische. Trotzdem hat sich das geozentrische Weltbild später als falsch herausgestellt.
Stimmen also unsere Annahmen bezüglich der atomaren und subatomaren Welt?

Zu Annahme 5)
Die Lichtgeschwindigkeit ist die höchste für Materie erreichbare Geschwindigkeit.
Da bisher noch nie eine überlichtschnelle Materie beobachtet wurde - und wir auch Materie noch nicht auf höhere Geschwindigkeiten beschleunigen konnten - kann man dieser Annahme wohl auch folgen. Allerdings gilt dieser Satz mit einer Einschränkung. Er gilt nur in dem von uns beobachtbaren Teil des Universums. Wie Materie sich in anderen für uns nicht einsehbaren Teilen des Universums sich verhält ist nicht gewiß.
Auch etliche Physiker gehen von dieser starren Aussage ab und beschreiben in ihren Theorien die möglichkeit einer schnelleren Bewegung. Nur ein direkter Beweis fehlt noch und ist auch in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.
Dann wäre da noch die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit. Auch sie ist bis heute nicht bewiesen, sondern wurde mit der Einsteinschen Relativitätstheorie postuliert. Der Wert wurde dann später "per Dekret" festgelegt, weil man sich somit verschiedene Lichtgeschwindigkeiten in Arbeiten ersparte und alle
einen Wert benutzen konnten. Die Richtigkeit dieser "Konstante" wird aber immer mehr angezweifelt. Nicht nur ich, sondern auch andere Wissenschaftler wie Swen Weber, sehen die Lichtgeschwindigkeit als nichtkonstant an. Vielmehr scheint sie in gewissen Bereichen zu schwanken worauf auch Messungen hindeuten. Es scheint so, als wäre die Lichtgeschwindigkeit eine Art Grenzgeschwindigkeit mit einer gewissen Übergangsbreite. Ich selbst halte Schwankungen von ± 20 bis 30 km/s für denkbar. (Siehe dazu auch: "
Die Lichtgeschwindigkeit ") Das würde aber für viele Theorien das Ende bedeuten - besonders für die Relativitätstheorie von Einstein, da sie zwingend eine konstante Lichtgeschwindigkeit benötigt.

Zu Annahme 6)
Raum und Zeit bilden ein Raum-Zeit-Kontinuum - sind also fest miteinander verwoben und untrennbar. Es ist schon schwierig zu verstehen wie Raum einfach so entstehen kann - noch schwieriger wie Zeit entstehen kann, aber wie beide Dinge ein Gesamtgebilde darstellen können ist schon sehr abstrakt. Aber gut, die bisherigen Vorhersagen durch die Forscher kamen ja recht gut hin. Es muß also etwas dran sein am Raum-Zeit-Kontinuum - oder?
Ein kurzer Blick auf das geozentrische Weltbild sagt uns daß dem nicht sein muß. Doch können Raum und Zeit wirklich zusammengehören? Raum ist mit 3 Dimensionen definiert. Zeit hat keine Dimension. Sie "ist" einfach. Aber 3 + 0 macht keine 4, auch wenn wir uns noch so anstrengen. Wir können also nicht in einer "4-dimensionalen Raum-Zeit" leben. Raum ist auch nicht dehnbar wie ein Luftballon. Es kann sich im Raum etwas ausdehenen, jedoch nicht der Raum selbst. Der Raum hat keine ihm innewohnende Größe wie ein Maßstab, sondern wir geben ihm einen Maßstab durch unsere Messung. Bei der Zeit sieht es ähnlich aus. Auch sie "ist" einfach. Die Stunden, Minuten und Sekunden geben wir der Zeit durch unsere Definition.

Zu Annahme 7)
Bis kurz nach dem Urknall waren die vier Wechselwirkungskräfte vereint. Das heißt, die starke und die schwache Wechselwirkung, die elektromagnetische Wechselwirkung und die Gravitation waren eine Urkraft. Viele Theorien versuchen diese vier Kräfte durch eine Formel zu beschreiben. Bisher hat sich die Gravitation beharrlich geweigert in die Theorien zu passen. Sie ist auch die einzige Kraft die nur anziehend wirkt und anscheinend keinen Gegenspieler hat. Eine Antigravitation wurde bisher nicht beobachtet.
Die Grundidee dahinter ist ein radikaler Reduktionismus. Darin wird ein Gesamtsystem (in diesem Falle das Universum) in Bereiche zerlegt und dann sollten sich die höheren Bereiche sich jeweils durch die unteren erklären lassen. Das hieße, das sich das Leben als solchem durch die Biologie und Chemie erklären lassen, die Biologie und Chemie wiederum durch die Physik und so weiter. Wenn man das konsequent durchdenkt dann bleibt am Ende nur ein einzelnes Teilchen (oder was auch immer) übrig, das für alle Systeme ausschlaggebend wäre. Dabei vergessen die meisten Menschen eines: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Das sagte schon Aristoteles. Und recht hat er. Zwar sehe ich ebenfalls ein "Urteilchen" - das Informationsquant - für das Weltkonstruierende an, aber es ist in einer anderen Form gedacht wie die Physiker es meinen. Auch hat mein Informationsquant nichts mit Quanteninformation zu tun, so wie es von o.Univ.-Prof. Dr. DDr.h.c. Anton Zeilinger beschrieben wird. Aber auf einige Arbeiten von Zeilinger werde ich im nächsten Kapitel noch zu sprechen kommen.
Aber zurück zu unseren Grundkräften und ihre Vereinigung.
Betrachten wir das Pferd vielleicht von der falschen Seite? Gibt es noch eine andere Möglichkeit unser Universum, die Materie und auch die Wechselwirkungskräfte zu sehen?
Die gibt es! Aber dafür muß man schon ein wenig über den Tellerrand der anerkannten Physik schauen und sich neuen Wegen öffnen. Das soll aber nicht bedeuten in irgentwelchen obskuren Gedankenmodellen zu versinken, oder sich total in Esoterik zu vertiefen. Auch komme ich nicht mit einem Gott (gleich welcher Richtung) oder anderer transzentaler Wesenheiten.
Ich werde Ihnen mit knallharter Physik zu Leibe rücken und dabei einige Beispiele geben, wie selbst esoterische Phänomene (ich selbst sehe sie nicht als esoterisch an) erklärt werden können.

       
       
       

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